Reisebericht Südwesten USA
Wohnmobilrundreise März 2007
Tag 1
Wir sind von Frankfurt nach Los Angeles geflogen und kamen dort am Abend an. Die erste Nacht haben wir im Flughafenhotel übernachtet, da man die Wohnmobile erst am Tag nach der Landung in Empfang nimmt, denn die Einweisung dauert ein bisschen da es viel zu beachten gibt. Die Nacht war recht kurz, denn wirklich schlafen konnten wir auf Grund der Zeitumstellung nicht.
Tag 2
Nach dem Frühstück wurden wir vom Wohnmobilvermieter El Monte RV am Hotel
abgeholt
und zur Vermietstation gebracht. Die Mitarbeiter dort waren sehr freundlich und
hilfsbereit. El Monte ist in sofern sehr empfehlenswert als das viele der Angestellten
deutsch sprechen, was natürlich bei der Einweisung ein großer Vorteil
ist. Ich war mir über die Ausmaße, die so ein Wohnmobil hat, nicht ganz
im Klaren. Also stand ich staunend vor unserem Gefährt.
Gegen Mittag verließen wir die Vermietstation und kehrten bei einem Supermarkt ein, denn als Selbstversorger brauchten wir auch was zu Essen und zu Trinken. Als wir genügend Geld ausgegeben hatten, versuchten wir mit Hilfe des Navis, dem Verkehrschaos in Los Angeles zu entfliehen, gar nicht so einfach mit einem 9 Meter langen Vehicle. Die erste Nacht verbrachten wir auf dem KOA-Campground in Barstow. Die Duschen und Toiletten waren sauber, was ich als sehr wichtig empfinde.
Tag 3
Wir sind
vor dem Aufstehen aufgestanden, denn der Camper hatte sich über Nacht doch
enorm abgekühlt. Und wie heisst es doch so schön, der frühe Vogel
fängt den Fisch. Wir machten uns auf den Weg Richtung Death Valley. Da wir
den ganzen Tag Zeit hatten, stoppten wir als erstes kurz nach unserer Abfahrt am
„Peggy Sue’s Diner“.Wenn man in der Gegend um Barstow ist, sollte
man es sich ansehen! Nur noch tanken und weiter in Richtung Death Valley, denn so
ein Camper verbraucht eine Ecke mehr als wir es von unseren Pkws gewohnt sind ;-)Wir
hatten strahlend blauen Himmel, was hieß, dass es Richtung Death Valley ziemlich
warm werden würde. Eine endlos lange Strasse, wie aus einem Film, vereinzelt
kamen uns Autos entgegen. Erst als wir ans „Badwater Basin“ kamen, trafen
wir wieder mehr Menschen. Mit 85,5 Meters unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt
der USA. Im Sommer sind Camper dort jedoch verboten, denn es wird schlichtweg zu
heiß. Man selbst tut sich, so denke ich, damit auch keinen Gefallen. Als wir
am frühen Abend kamen wir auf dem „Furnace Creek“Campingplatz an,
passend zum Sonnenuntergang. Nachdem wir unseren Camper für die Nacht gerüstet
hatten, ließen wir den Abend bei einem Barbecue ausklingen.
Tag 4 / Tag 5
Juhu, Las Vegas stand auf dem Plan. Und wer schon einmal dort gewesen ist, kann
meine Freude nachvollziehen. Und all die, die sich die Oase in der Wüste noch
nicht zum Freund gemacht haben, hin da! Auf dieser Tour entwickelten wir uns zu
regelrechten Frühaufstehern. Kaum dass wir den Camper in Bewegung gebracht
hatten, machten wir unseren ersten Stopp am „Zabriskie Point“, einem
Aussichtspunkt. Nachdem wir genügend Bilder für die Daheimgebliebenen
gemacht hatten, schmissen wir den
Motor an und begaben uns weiter in Richtung Nevada. Nachdem wir die Grenze der beiden
Bundesstaaten Californien und Nevada passierten, musste wieder Benzin ins Wohnmobil.
Nevada ist unglaublich, überall hängen und stehen Spielautomaten. Man
kann ihnen nicht entkommen, denn sie verfolgen einen. Gegen Mittag kamen wir Las
Vegas an und entschieden uns erstmal zu Shoppen ins Premium Outlet zu fahren. Kein
leichtes Unterfangen mit einem fast neun Meter langen Camper, denn auch in den USA,
wo ja wirklich fast alles riesige Ausmaße hat, ist es mit dem Rangieren und
Parken in einer Stadt etwas mühselig. Den KOA-Campingplatz in Las Vegas hatten
vorreserviert. Er liegt am Ende des Strips hinter dem Circus Circus. Der ganze Platz
ist asphaltiert und riesengroß, die WCs und Duschen sind sauber gewesen, Badelatschensind
jedoch empfehlenswert. Wir waren 2 Nächte in Vegas, genug Zeit also, sich die
Hotels am Strip anzusehen und auch etwas zu Gamblen. Am zweiten Abend machten wir
einen Helikopterrundflug über den beleuchteten Strip, schon was Anderes die
Stadt bei Nacht aus der Luft zu sehen. Man weiss vor lauter blinkenden Lichtern
nicht, wo man zu erst hinsehen soll.
Tag 6
Ziel des Tages war es, den Joshua-Tree Nationalpark zu erreichen. Früh strichen
wir die Segel, denn wir hatten einige Zwischenetappen. Als erstes stand der Hooverdamm
auf dem Plan. Dort angekommen, wurden wir von Polizisten durchsucht, damit wir dem
Damm keinen
Schaden zu fügen. Wir überquerten den Damm um einen geeigneten Parkplatz
für unser Schlachtschiff zu finden. Der Damm an sich ist atemberaubend und
riesig. Die der Überquerung hatten wir eine Stunde Zeitverschiebung von der
Nevada-Time zur Arizona-Time. Naja, irgendwann hatten wir dann genug gesehen und
setzten unseren Weg fort. Unser nächstes Ziel war eine Teilstrecke der Route
66. Am Hang hatte man Autos platziert, es sah aus, als wären die Leute den
Abgrund hinuntergefahren. In Oatman, einer alten, kleinen Westernstadt, hielten
wir um uns für den Rest des Tages zu stärken. Dort werden regelmäßig
für die Touristen „Schießereien“ veranstaltet. Wir selbst
haben leider keine gesehen, es soll sich aber lohnen. Über Kingman ging es
weiter in den Joshua-Tree Nationalpark, wo wir unsere letzte im Camper verbrachten.
Es ist ratsam den Campingplatz frühzeitig aufzusuchen, gerade in den Sommermonaten,
denn er ist recht klein und sehr beliebt. Da dort nach dem Motto, wer zuerst kommt,
malt zuerst, verfahren wird, könnte man sonst Pech haben.
Tag 7
Unser letzter Tag war angebrochen und wir mussten zurück nach Los Angeles um das Wohnmobil wieder abzugeben. Gemütlich traten wir die Rückfahrt an und machten wir uns auf den Weg durch den Joshua Tree Nationalpark in Richtung L.A. Wir brauchten nicht lange, denn wir hatten Glück und kamen nicht in die Rushhour, die Abgabe brachten wir schnell hinter uns, denn wir freuten uns auf die Dusche im Hotel. Übernachtet haben wir im Crown Plaza L.A. international Airport, denn bei diesem Hotel ist der Transfer inkludiert.
Tag 8
Am Morgen ging es in Richtung Flughafen um die Heimreise anzutreten.
Fazit: Unbedingt empfehlenswert, vor allem mit Kindern, denn die können sich im Wohnmobil weitaus besser beschäftigen als im Pkw. Wer die Natur erkunden möchte, ist mit einem Camper bestens bedient!
LEHRTER REISEN GmbH
Poststr. 10 , 31275 Lehrte
Tel.: +49 (0)5132 2003
Fax: +49 (0)5132 1229
E-Mail: info @ lehrter-reisen.de
| Kreuzfahrten-Portal | Städtereisen - Portal
